Freitag, 3. September 2010
Aus die Maus, zurück in der Schweiz
Ich bin seit einer Woche zurück in der Schweiz. Die letzten Wochen in Buenos Aires, Iguazu und Rio waren ein würdiger Abschluss meiner Reise.
Und keine Sorge ich bin gesund zurückgekehrt und mir ist nichts passiert. Was viele nicht für möglich halten würden, ist jetzt halt passiert :-) Ich wurde in fast 9 Monaten nie überfallen und mir wurde auch nichts geklaut!! In diesem Sinne "Houz alänge" oder die gängigen Räubergeschichten etwas differenzierter betrachten.
Bis bald!
Freitag, 30. Juli 2010
100 % Bolivia
Bin seit ein paar Tagen in Buenos Aires und erkunde die Stadt Tags und Nachts. Das Wetter hat 2 Tage lang sehr gut mitgespielt aber seit gestern "seichts" anscheinend nur noch. Rio und die Ilha Grande rufen wo es auch im Winter schoen warm ist :-)
Nachdem die letzten Blog Updates etwas kurz ausfielen, duerfte dieses etwas laenger ausfallen.
Bolivien war im Rueckblick gesehen einfach super da ich unter anderem hautnah miterleben durfte, wie das Ganze oder vor allem das Transportwesen funktioniert oder manchmal eben auch nicht... Natuerlich habe ich auch das eine oder andere Mal geflucht. Da ich aber viele Stories gehoert habe, war ich grundsaetlich vorgewarnt. So musste ich in einigen Situationen eigentlich nur noch Schmunzeln.
Von La Paz aus bin ich nach Rurrenabaque geflogen, um dort eine Tour in die Pamaps und anschliessend in den Jungel zu machen. Soweit der Plan.
Genau an dem Morgen als wir fuer 3 Tage in die Pamaps aufbrachen, hat die Temperatur beschlossen, von normalerweise 30 auf ungefaehr 15 und gefuehlte 5 Grad zu fallen. Das Ganze waere ja nicht so schlimm, wenn man nicht alle warmen Kleider zurueckgelassen haette...
Es war trotzdem super und ich habe Hunderte von Kaimanen (eine Krokodilart) und Capybaras (undefinierbar da am Scherlibach nicht vorhanden) gesehen. Zudem hatte es unzaehlige Vogelarten und ich habe beim Fischen auch einen kleinen Piranha an Land gezogen.
Zurueck in Rurrenabaque hat es begonnen, so richtig richtig aber wirklich richtig zu regnen. Die Jungeltour viel damit mehr oder weniger ins Wasser. Habe dann beschlossen zurueck nach La Paz zu fliegen. Der Flug wurde aufgrund des schlechten Wetters immer wieder verschoben und dann am Nachmittag komplett anulliert. Zufaelligerweise bin ich eine Stunde spaeter am Terminal und Buero vorbeigekommen und habe Erstaunliches erfahren. Die Annullation wurde quasi annulliert! Was fuer ein Flugbetrieb ist denn das? Egal, einen kurzen und sehr ruppigen Flug spaeter war ich wieder in La Paz.
Zwei Tage spaeter bin ich dann mit dem Bus nach Potosi gefahren. Ich habe natuerlich wieder einmal Nichts im voraus organisiert und die "besseren" Busse waren bereits "ausverkauft". Also habe ich fuer 30 Bolivianos (ca. 4 Franken) die urspruenglich 12 stuendige Busfahrt in Angriff genommen. Um 3 Uhr morgens hat der Bus mitten in den Bergen angehalten und konnte nicht mehr weiterfahren. Natuerlich gab es fuer 30 Bolivianos auch keine Heizung und die Fenster waren alles andere als Winddicht. Frieren und auf den Morgen warten waren angesagt. Am Morgen habe ich dann festgestellt, dass es rund zwei Zentimeter Eis auf der Strasse hatte und etwas weiter unten zwei Busse nach einem Unfall die Strasse versperrten. Schlussendlich bin ich mit 7 Stunden Verspaetung unfallfrei und durchgefroren in Potosi angekommen.
Es haette auch schlimmer kommen koennen wie ich von zwei Kanadiern erfahren habe. Die waren in einem aehnlichen Bus mit einem Sturzbetrunkenen Fahrer welcher dann entschieden hat, nicht nach Potosi sondern nach Cochabamba zu fahren. Die Locals seien foermlich durchgedreht aber das habe ihm nichts ausgemacht und er sei einfach nach Cochabamba gefahren. Fazit: Sehr maennlich!!!
In Potosi habe ich dann eine halbtaegige Tour zu und in die Minen gemacht. Mit zwei Guides, welche ehemalige Arbeiter waren, sind wir dann durch die Schaechte gewandert und gekrochen. Wir sahen die Arbeiter, welche oft erschreckend jung waren, und erfuhren sehr viel ueber das Leben als Minenarbeiter. Es war auch sehr heiss da unten und das Atmen war aufgrund des ganzen Staubs sehr schwer. Der gesamte Berg sollte gemaess Experten schon vor fuenf Jahren eingestuerzt sein. Jeder arbeitet quasi selbstaendig in einer Kooperation. Es gibt ungefaher 20 Kooperationen und jede Kooperation graebt im selben Berg wo es ihr passt! Man kann es sich in etwa vorstellen wie sicher das ist.
Einige Fakten an die ich mich erinnern kann:
- Die Juengsten fangen bereits mit 12 Jahren an in den Minen zu arbeiten und helfen ihrem Vater.
- Jeder Arbeiter hat im Durchschnitt 10 Jahren nach dem Eintritt in die Mine eine Lungenkrankheit und stirbt dann nach 20 Jahren.
- Der Tageslohn liegt bei ungefaehr 4 Franken.
- In den letzten 400 Jahren sind zumindest Hunderttausende in den Minen oder den Folgen der Arbeit gestorben.
Das Ganze war eine sehr eindrueckliche, schockierende und auch traurige Erfahrung. Das Selbe duerfte vermutlich auch in anderen Minen von Entwicklungslaendern geschehen...
Vorbereitung der Sprenung ;-) oder 1. August fuer ErwachseneDas Dynamit kann jeder auf dem Markt von Potosi kaufen (kein Witz)
Weiter gings dann nach Uyuni um die Salzwueste Salar de Uyuni zu erkunden. Dort war leider seit 5 Tagen aufgrund eines enormen Sandsturms Stromausfall, weshalb die Pumpen an der Tankstelle nicht funktionierten. Das heisst, es gab auch nicht genuegend Benzin fuer die Jeeps. Aus diesem Grund wurde meine 4 taegige Jeeptour nach San Pedro de Atacama in Chile nach 2 Tagen abgebrochen. Egal, die unglaublich schoene Salzwueste habe ich ja gesehen.
Die zwei Mexikaner rechts wollten nicht so recht... obs wohl an der Flasche Mezcal lag die sie dabei hatten? Wer weiss...Ich habe hier in Buenos Aires die zwei Bayern, welche ich aus Cusco kenne, wieder getroffen. Wollte eigentlich mit ihnen die Jeeptour in Uyuni machen. Leider habe ich in Uyuni umsonst auf sie gewartet da aufgrund einer Strassenblokade zwei Tage lang keine Busse durchkamen.
Sachen gibts in Bolivien! :-)
So die Geschichte zu den bolivianischen Verkehrsmittln hat hier ihr Ende. Das Land ist uebrigens wunderschoen und die Leute sind einfach crazy aber das erlebt ihr am Besten selbst einmal.
Und tschuess
Freitag, 9. Juli 2010
Peru und Bolivien, also eigentlich hauptsaechlich Peru, zudem steht das Grande Finale an.
Ich bin immer noch unterwegs und gesund im Kern. Das Hochland von Peru und Bolivien ist wirklich bombastisch, obwohl vor allem gegen Abend doch etwas zu kalt fuer meinen Geschmack. Man ist sich dies halt nicht mehr gewohnt :-) Bin jetzt seit 4 Tagen in La Paz und habe im Lokis Hostal ein bisschen die WM verfolgt und meine Erkaeltung auskuriert. Kurze Ausrisse der letzten drei Wochen (oder warens mehr?) in Bild und Schrift:
Am Montag fahre oder fliege ich nach Rurrenbaque um von dort aus eine mehrtaegige Pampas und Jungeltour zu machen. Danach ist sicher die 4 taegige Jeeptour durch die Salar de Uyuni ein Must, eine Salzwueste in Suedbolivien.
Sonst werde ich noch einige Stops in Bolivien und/oder Argentinien machen, bevor ich dann die letzten 2 bis 3 Wochen im warmen Rio und den umliegenden Strandorten verbringen werde. Vielleicht wird dann doch noch ein Kelly Slater aus mir oder doch eher ein pummliger Ronaldo? Wir werden sehen :-)
Hasta pronto en Suiza amigos!
Donnerstag, 17. Juni 2010
Galapagos
Ai ai ai!
Galapagos war einfach unglaublich und ist definitiv nicht nur fuer alte Leute. Obwohl ich werde langsam ja auch alt. Habe eine 5 taegige Bootstour zu den suedlichen Inseln gemacht und war naetuerlich auch noch ein bisschen am tauchen. Zurueck auf dem Festland, habe ich den Bus von Guyaquil nach Lima genommen (Schlappe 28 Stunden aber dank Liegesesseln und einigen Filmen ziemlich rasch vorbei).
Dank der schnellen Internetverbindung hier in Lima kann ich mal ein bisschen mehr Fotos hochladen. Die Unterwasserfotos koennten wohl besser sein. Aber egal, los gehts:
Samstag, 5. Juni 2010
adios Colombia
Nach 10 gemuetlichen Tagen auf Curacao (Sonne, Strand und gute Begleitung) bin ich am 25. Mai weiter respektive zurueck nach Bogota geflogen. Dort bin ich wiederum einige Tage geblieben und habe mich von meinen kolumbianischen Kollegen wuerdig verabschiedet.
Weiter ging es per Nachtbus nach San Augustin im Sueden, um das laendliche Kolumbien per Jeep und Pferd unter die Lupe zu nehmen. Mit dem Gaul den schmalen Weg den Canyon hinunter und wieder herauf war wirklich haarstraeubend. Ich habe mich einige Male bereits im Abgrund gesehen... Zum Glueck wusste der Gaul, wohl besser als ich, was zu tun war. Fazit: Pferde sind auch ausserhalb der Bratpfanne zu gebrauchen, aber deswegen wechsle ich noch lange nicht ins Lager der Roesslifans.
Mit einem weiteren Nachtbus bin ich vor zwei Tagen nach Quito in Ecuador gekommen. Die 18 stuendige Fahrt war nicht nur bequem und ein kleiner Vorgeschmack darauf was mich in den nachesten Monaten in Suedamerika erwartet.
Ciao
Freitag, 14. Mai 2010
Tayrona
Donnerstag, 6. Mai 2010
Zona Cafetera - Bogota - Cartagena
Ich habe in Medellin zufaelligerweise einen alten Kollegen aus dem Militaer getroffen (vor 6 Jahren gemeinsam die RS absolviert/durchgetrunken) und bin mit diesem weiter nach Manizales gereist.
Sicht auf Medellin aus der Gondelbahn
Von dort aus einen kurzen Abstecher in den Nationalpark Los Nevados auf 5100 Meter gemacht. War aber nicht wirklich anstrengend da der Jeep uns bis 4800 brachte. Guter Trip trotz Nebel und etwas gar viel zurueckgelegten Hoehenmetern in einem Tag.

Weiter gings nach Salento um die angeblich hoechsten Palmen der Welt zu bestauenen. War super und die Dinger waren wirklich hoch.
Anschliessend habe ich in Bogota Claudia besucht, welche ich noch aus den alten Zeiten in Bristol kenne. Wiedermal geschlafen und gegessen wie bei Mama! Natuerlich habe ich auch die zwei uebrigen Chicas aus Bristol Zeiten Camilla und Cristian getroffen. War ein spassiges Wochenende mit etwas Sightseeing und guter Rumba am Freitag Abend.
Jetzt bin ich in Cartagena zurueck am Meer. Habe die letzten 2 Naechte an der Playa Blanca in einger Haengematte gepennt. Da es dort keinen Strom gab, habe ich mich auch tatsaechlich zweimal um 9 oder 10 in die Matte geschwungen.
Habe nebenbei auch noch das Obligatorische auf der alten Festung von Cartagena geschossen.
bis spaeter






