Donnerstag, 1. April 2010

Guatemala - Bay Islands - Nicaragua - Costa Rica

Hola amigos

Es geht mir gut und ich bin immer noch munter und gefraessig. Mittlerweilen bin ich doch ein Stueck weitergekommen und bin heute im wohl groessten Touristenkaff von Costa Rica angekommen. Aber alles der Reihe nach.

Wie angekuendigt, habe ich den Bus auch tatsaechlich erwischt und bin von Antigua aus nach Xela gereist. Diese Stadt wiederspiegelt wohl eher das reale Guatemala und ist weniger touristisch als Antigua. Vor allem das Nachtleben war dort wesentlich ruhiger und es war eine gute Gelegenheit um mal etwas auszuspannen, ein paar Berge zu erklimmen und einen Hotspring zu besuchen. Super war die Wanderung auf den Vulkan Santa Maria (die Bilder sagen wohl alles). Zwei Kollegen hatten die Idee den Berg bei Nacht hinaufzuwandern, um den Sonnenaufgang vom Gipfel (ca. 3800 Meter) zu verfolgen. Im Nachhinein wuerde ich diese Idee durchaus als genial bezeichnen. Die Taxifahrt um Mitternacht an den Fuss des Berges sowie die von Hand gezeichnete Karte schienen im damaligen Moment jedoch etwas weniger genial... Aber schlussendlich hat wie eigentlich immer alles gepasst.

Von dort aus ging ich per Bus weiter nach Rio Dulce und von dort aus per Boot nach Livingston an der Atlantikkueste. Die Flussfahrt war sehr schoen und ich hatte das Gefuehl, dass es in dieser Gegend mehr Pelikane und sonstiges Gefieder als Einwohner gibt. Angekommen in Livingston wurde meine Vermutung dann auch bestaetigt. Nach zwei Tagen und einem sehr unterhaltsamen Samstagabend in der Dorfdisco (Wir waren wohl die einzigen drei Nicht-Garifunas dort) machte ich mich auf den langen Weg nach Utila in Honduras.

Dort musste ich dann leider feststellen, dass Utila wohl eher aufgrund der guenstigen Preise als der ausserordentlichen Riffen als Tauchmekka angepriesen wird. Ansonsten war es dort aber ganz "nett" und eine Woche war relativ rasch vergangen. Meine Idee einen Divemaster zu machen habe ich jedoch rasch verwofen.

Next stop Leon in Nicaragua. Dort habe ich unter anderem meinen norwegischen Amigo Knut besucht, der dort mittlerweilen studiert und einige Locals kennt. Natuerlich liess ich mir es nicht entgehen, den nahegelegenen Vulkan Cerro Negro per Snowboard zu bezwingen. Somit ist meine Wintersaison nicht ganz ins Wasser gefallen. Auch das eine oder andere Museum zur Revolution in Nicaragua habe ich in Leon besucht (aha!). Im Hostel habe ich meinen englischen Gastbruder aus Antigua sowie weitere Jungs aus Guatemala wieder getroffen. In der Stadt war es tagsueber und zeitweise auch nachtsueber unglaublich heiss. Der Pool im Hostal und der Ventilator waren daher unverzichtbar.

Ueber Granda ging es dann zurueck an die Pazifikkueste in San Juan del Sur. Dort gibt es viele schoene Straende und gute Wellen zum Surfen. Die ersten zwei Tage kam ich mir vor wie beim Tauchen und ich habe mehr Zeit Unterwasser unter dem Brett als Ueberwasser auf dem Surfbrett verbracht. Das hat sich in der Zwischenzeit zum Glueck etwas gebessert :-) In San Juan habe ich dann auch die ersten "spassigen" Schweizer getroffen und so konnte ich eine Woche lang mein Schweizerdeutsch (aber nicht Berndeutsch) etwas ueben.
Sevket aus Basel hatte nach etlichen Jahren genug vom Dasein als Wirtschaftspruefer und hat darum eine zweijaehrige Weltreise gestartet. Marina und Eva aus Zuerich haben bewiesen, dass es auch im Ausland super Leute gibt ;-) Und dank Darren dem Kanadier weiss ich jetzt aus erster Hand auf welche verschiedene Wege man in Bolivien ausgeraubt werden kann. Lektion Nummer eins zur Beschaffung eines neuen Passes: Polizei schmieren, sonst wartet man auf den Polizeirapport eine Ewigkeit.

Irgendeinmal war es aber Zeit die "Heimat" zu verlassen und ich machte einen Abstecher auf die Isla Ometepe, eine Insel bestehend aus zwei Vulkanen im grossen See von Nicaragua. Natuerlich musste ich da wieder rauf um einen Blick ueber den See zu werfen. Dumm nur wenn der ganze Vulkan inklusive Gipfel vom Jungel bedeckt ist. Die Gesichter waren nach fuenf Stunden wandern und klettern entsprechend lang. Immerhin haben die Bruellaffen beim Aufstieg gebruellt und der dichte Nebelwald hat fuer den ganzen Aufwand entschaedigt.

Nach gefuehlten zwei Stunden Schlange stehen an der Grenze, hatte ich endlich einen Stempel im Pass und durfte nach Costa Rica einreisen. Erste Destination war Tamarindo, einem Surfermekka wo es mehr Amerikaner als Ticos gibt. Aus diesem Grund ging ich bald weiter nach Santa Teresa, einem kleinen Surferdoerfli an der Pazifikkueste. Dort ging ich aber nur ohne Brett ins Wasser, da die Wellen eher gross waren.
Heute bin ich mit Ziel Monteverde Nationalpark weitergereist. Jedoch ist semana santa was heisst, dass heute und morgen keine Busse zum Park fahren. Und genau aus diesem Grund bin ich in Jaco einem weiteren Tourikaff gestrandet. Zeit fuer ein Blog update und erfolglose Versuche die Bilder auf meiner Kamera zu retten. Zum Glueck habe ich mal eine DVD gebrannt. Die Bilder der letzten vier Wochen und von ganz Nicaragua scheinen aber dennoch weg zu sein :-(

Ich will jetzt relativ rasch nach Panama City, um den 5-taegigen Segelturn nach Kolumbien zu starten. Suedamerika ruft! Auf dem Weg dorthin liegen ja auch noch die Bocas Inseln, was ich mir sicher nicht entgehen lasse. Wenn meine Kamera wieder funktioniert, werde ich auch noch ein paar Fotos hochladen.

Hasta luego amigos

PS: Den Rueckflug im Juli muss ich wohl auf August oder September verschieben. Es waere wohl eine Schande Suedamerika nicht die entsprechende Zeit zu widmen :-)

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